Freitag, 28. Dezember 2012
DHL, au weia
Im Moment habe ich so einige Bestellungen am Laufen mit Dingen die ich mehr oder weniger nötig brauche. Sehr nötig war das Geschenk für mein Patenkind, die Lieferung war von amazon für heute versprochen, nur es kam nichts. Normalerweise klappt das bei amazon immer sehr gut. Ich war phasenweise ausser Haus, in dieser Zeit hat meine Frau "Wache gehalten."
Nachdem ich wieder daheim war schaute ich im Briefkasten nach und fand eine Abholkarte für das von mir vermisste Paket, es sei da bei uns niemand erreichbar war bei einem Nachbarn abgegeben worden. Also bin ich quer über die Strasse, bekam mein Paket und dann haben wir uns noch etwas darüber unterhalten warum das denn bei ihm abgegeben worden sei.
Der drolllige Paketbote hat das Paket bei unserem Nachbarn abgegeben mit der Bemerkung bei uns sei keiner daheim, es stünde ja kein Auto vor dem Haus. Das erklärt natürlich warum es in der letzten Zeit der öfteren vorkam dass Pakete, obwohl jemand bei uns anwesend war, anderswo abgegeben wurden. Wir haben nämlich eine Garage, die ist auch von der Strasse aus gut zu sehen, und normalerweise steht unser Auto dort drin.
Wer mich kennt ahnt schon dass ich dann bei DHL angerufen habe und denen das genau so wie es mir vermittelt wurde erzählt habe verbunden mit der Bitte dem fraglichen Paketboten mal die Löffel langzuziehen.
Unser Haus liegt zwar, verglichen mit allen anderen Häusern in der Nachbarschaft, sehr weit von der Strasse entfernt, aber das kann doch für einen Paketboten kein Grund sein seinen Job nicht zu tun. Und sein Job ist es einen Zustellversuch an der Adresse zu unternehmen, die auf dem Paket als Empfänger angegeben wurde.
Nun bin ich gespannt ob das nun besser wird. Notfalls mache ich mal eine kleine Videoaufnahme vom Paketboten der ohne vorherigen Zustellversuch die Abholkarte bei uns einwirft, ist ja nicht wirklich das Ding.
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Corinna die Paketsklaven haben es sicher, durch den Druck der auf sie lastet eher es richtig schwer.
AntwortenLöschenLöhne von 1200€ Netto monatlich sollen normal sein. Entschuldigt sicher nicht das Verhalten des Paketboten deines Vertrauen.
LG Svenja
Hallo Svenja,
Löschenwenn die Servicequalität von DHL sich nun der von Hermes annähert kann ich auch gleich überall dort wo ich die Wahl habe die Zustellung per Hermes auswählen, das ist dann wenigstens billiger.
Bislang entscheide ich mich trotz etwas höherer Kosten wenn immer möglich für DHL aber dann erwarte ich auch entsprechende Leistung.
LG Corinna ;)
Ich habe selbiges verhalten auch schon mehrfach erlebt,ich bin wie Svenja der Meinung,daß der Druck durch den AG einfach zu hoch ist und dadurch die Zusteller so verfahren.
AntwortenLöschenDas ist mir schon klar aber die Lösung kann nicht sein dann die Servicequalität herunterzuschrauben. Wenn sich das ansonsten ganz akzeptable Niveau von DHL mit den jetzigen Preisen nicht halten lässt dann kostet das Paket eben 50 Cent mehr, das ist mir herzlich egal, zahle ich auch.
LöschenODER die Preise werden aufgrund des schlechteren Service ebenfalls nach unten hin angepasst. Notfalls lasse ich mir den Kram an eine Packstation schicken, da kann ichs abholen wann ich will. Paketboten sind bei diesem Verfahren dann nicht mehr notwendig, um das auch mal anzumerken...
Das mit den Packstationen und Agenturabholung wird sowieso das Zukunftsmodell sein- und wieder werden Arbeitsplätze vernichtet.Das outsourcen nimmt immer mehr zu,und damit leider auch der Solidargedanke bei den Arbeitnehmern,die werden wirklich auf den Begriff Humankapital reduziert und immer mehr ausgebeutet.Daran ändert sich wohl auch nichts,wenn der Kunde einen etwas höheren Preis bezahlt um guten Service zu erhalten. Den Unternehmen geht es nur um den schnellen Gmax.
LöschenDen Arbeitnehmern würden sämtliche Solidargedanken nichts nutzen weil sie schlicht nicht gefragt werden. Das mag insgesamt bedauerlich sein, ich sehe aber auch nicht dass sich dieser Prozess umkehren lässt.
LöschenEs ist nun schon fast 30 Jahre her dass Hisako Matsubara in ihrem Buch "Weg zu Japan - West-Östliche Erfahrungen" die eher militärisch organisierten westlichen Firmenstrukturen beschrieb und das Fazit zog:
Unter solchen Voraussetzungen kann sich kein Arbeitnehmer innerlich mit der Firma identifizieren, in der er seinen Lebensunterhalt verdient. Er wird von sich aus in Kategorien wie "die da oben" und "wir hier unten" denken. Er kann beim besten Willen kein Loyalitätsgefühl gegenüber seiner Firma entwickeln. Wenn man von ihm Firmenloyalität verlangt, wird er mit Hohnlachen darauf antworten.
Das ist nämlich die Kehrseite der angestrebten Gewinnmaximierung, die Unternehmen werden von innen heraus geschwächt. Ob Hisako vor 30 Jahren schon geahnt hat dass auch die traditionellen japanischen Firmenstrukturen inzwischen beginnen zu erodieren?
Das ist interessant,daß das auch schon vor 30J erkannt wurde und noch dazu von einem japaner. Soviel ich weiß,ist in Japanischen Unternehmen auch eine starke hackordnung vorhanden.
LöschenEs ist schon schlimm,daß dieses Gewinn maximierungsstreben weltweit und alle Systeme dominiert,und alle sozialen Gedanken ad absurdum führt.
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenAuch ich mußte schon mehrmals Post, die vollkommen korrekt an mich adressiert war, erneut zustellen lassen, weil (auf Nachfrage bei der Zentrale) der Bote einen Vermerk auf die Post gemacht hatte, er könne unter der angegebenen Adresse angeblich meinen Namen nicht finden. Dabei steht mein Nachname sowohl eindeutig von innen und außen auf dem Briefkasten, als auch auf den Klingelschildern an der Haus- und oben an der Wohnungstür! Die Haustür inklusive Briefkästen liegt direkt am Bürgersteig, ist also auch kein Umweg, etc. Also, liebe Svenja... das wäre im Prinzip genauso, als ob eine Busfahrerin an den Wartenden Fahrgästen an der Haltestelle vorbei fährt und sich damit rechtfertigt, sie habe niemanden dort stehen sehen. Ich finde sowas ebenfalls nicht wirklich rechtfertigungsfähig, sondern nachlässig bis faul. Manchmal drängt sich der Gedanke auf, daß die Post- und Paketboten lieber einen Satz vorbereiteter Abholscheine verteilen, als ein mal zu oft ein Poststück in die Hand zu nehmen oder aus dem Wagen auszusteigen. Aber WOFÜR bezahlt man diese Leute? Eigentlich doch - wie Corinna schon treffend feststellte - für das ZUSTELLEN der Post...
LöschenP.S.: Ich wohne schon seit 2001 im selben Haus - das Argument, ich sei dort nicht wohnhaft oder mein Name nicht zu finden oder ich unbekannt, zieht daher ebenfalls nicht.
Hallo Nicole,
Löschenauch bei uns liegt es nicht daran dass wir neu in der Gegend sind, wir haben das Haus vor ziemlich genau 20 Jahren gekauft.
In vergangenen Jahren gabs mal eine Phase da haben wir ähnlich tolle Erlebnisse gehabt, ein Highlight war der Paketbote der ein Paket an mich einfach gegenüber ins Haus stellte (Hausflur war wegen Baustelle offen) ohne überhaupt eine Abholkarte zu hinterlassen.
Bevor solche Schludrigkeiten jetzt wieder einreissen mache ich lieber mal Welle.
LG Corinna ;)
Briefkästen werden hier seit längerem von Polnischen + Litauischen Subunternehmer eingesammelt, also Sub, sub, Sub und so!
AntwortenLöschenPakete von Hermes auch durch Polnische Arbeiter.
Bei der Paketzustellung wird einfach kurz geklingelt und abgehauen.
LG Svenja