Samstag, 25. August 2012

Schmetterlinge

Diesen Monat habe ich noch überhaupt nichts über Schmetterlinge geschrieben. Höchste Zeit, dies zu ändern.

Unmittelbarer Anlass ist ein Artikel in Inkas Blog in dem sie die Rettung einer kleinen Raupe vor einer gefrässigen Spinne beschreibt. Wenn alle Menschen einen so guten Blick für die vermeintlichen Kleinigkeiten hätten wie Inka in dieser Situation, wäre die Welt sicher ein schönerer Platz. Nun hat diese Raupe die Chance ein schöner Schmetterling zu werden.

Vom Standpunkt der Spinne aus war dies natürlich ein willkürlicher Akt und schreiend ungerecht denn sie wurde um den Lohn der vielen Arbeit gebracht den Bau und Pflege eines Spinnennetzes bedeuten. Wirklich gerecht wird die Welt wohl nie werden, und wie so oft war es auch hier die Abwägung viel viel Böses man bereit ist zu tun um das Gute zu erreichen.

Es bleibt zu hoffen dass sich genügend lästige Mücken fanden um den Speiseplan der Spinne zu bereichern.

Seit ich darauf achte fallen mir sehr viel mehr Schmetterlinge auf als früher, hier einer den ich beim Einkaufen gesichtet habe:



Anderes was kürzlich von Schmetterlingen zu lesen war, klingt durchaus beunruhigend. In der WELT war am 14.August zu lesen, dass in der Nähe von Fukushima die Schmetterlinge mutieren:
Rund zwölf Prozent der untersuchten Schmetterlinge aus der Familie der Bläulinge, die im Larven-Stadium der in Fukushima ausgetretenen Radioaktivität ausgesetzt waren, hatten Missbildungen wie kleinere Flügel oder Deformationen an den Augen.

Die Forscher züchteten die Insekten in einem Labor weiter. Dabei zeigten 18 Prozent der Nachkommen ebenfalls Mutationen. In der dritten Generation stieg der Anteil der Tiere mit Missbildungen sogar auf 34 Prozent - obwohl eines der Elternteile jeweils aus einer anderen Population stammte.
Sechs Monate nach dem Fukushima-Unglück fingen die Forscher erneut 240 Bläulinge in der Region um das Akw. 52 Prozent von deren Nachkommens wiesen Missbildungen auf.
Die Forscher sagen, dass diese Ergebnisse nicht auf Menschen übertragbar seien. Warum das so ist, steht aber leider nicht im Artikel.

Vielleicht sind die Schmetterlinge ja auch etwas empfindlicher als Menschen, so spricht die Bürstädter Zeitung am 22.August von Schmetterlingen als sogenannten "Bio-Indikatoren", die sehr sensibel auf die Veränderungen ihres Lebensraums reagieren:
Die Zahl der Schmetterlingsarten, die in unserer Gemarkung noch heimisch sind, geht in beängstigendem Maße zurück und umfasst weniger als 50 Tagfalterarten. Im Jahre 1972 wurden noch 69 Arten registriert. Zum Zeitpunkt einer ersten unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführten Zählung anno 1948 lebten in unserer Gemarkung noch 91 Arten.
Nicht, dass uns die Schmetterlinge nur ein Stück vorausgehen...


Das mit dem Indikator zeigt sich auch an einer Beobachtung aus den USA, der SPIEGEL schrieb am 20.August folgendes:
Die Forscher haben Trends für 100 der 116 in Massachusetts vorkommenden Schmetterlingsarten beobachtet. Dabei habe sich ein klares Bild ergeben: Am nördlichen Rand ihrer Verbreitungsgebiete legten viele Spezies zu, während fast alle am südlichen Rand ihres Lebensraums verlören.
Die Folgerung war, dass der Klimawandel sozusagen die Schmetterlinge nach Norden treibt.

Vielleicht sollten wir Menschen demnächst etwas genauer darauf achten was die Schmetterlinge so machen, kann ja sein sie möchten uns etwas sagen.

Kommentare:

  1. Oh, ja! Du hast es geahnt. Ich hatte gerade ein Interview mit einer ganz entzückenden jungen Dame namens "Schmetta Ling". Nachzulesen unter http://calladisign.blogspot.de
    LG´s Marilette :-)

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    1. Süss!

      Und hier der richtige Link zu dem Artikel mit dem Interview

      LG Corinna ;)

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